Ursprünglich
hieß der Ort Corsignano und war Geburtsort des Aeneas Silvius
Piccolomini, Spross einer verbannten Sieneser Familie, und
späterer Papst Pius II. Einmal Papst geworden ließ er das Dorf
umbenennen und begann, in der Tradition antiker Stadtgründer,
den Ausbau zu einer idealen Stadt. Das Städtchen hieß fortan
nach seinem Bauherrn Pienza und gilt als ein erstes Beispiel
einer so genannten humanistischen Stadtplanung, eine Anregung
die in anderen italienischen Städten aufgenommen wurde und sich
schließlich über ganz Europa verbreitete. Von allen Seiten
führen Straßen auf die Piazza Comunale, wobei jeder Standort
wechselvolle, harmonische Perspektiven auf die Gebäude, und
weite inszenierte Ausblicke in das umliegende Tal gewährt. Der
Travertin-Brunnen der Piazza, durch seine Aufstellung vor dem
Palazzo Piccolomini die bewusste Asymmetrie des Platzes
stärkend, trägt das Familienwappen der Piccolominis und wurde
während der folgenden Jahrhunderte Vorbild für viele Toscanische
Brunnen
2.
Tag: Die Crete Senesi; 45 km, 750 Höhenmeter
Rundtour Pienza - Castelmuzio - Fornace - San Giovanni d’Asso -
Torrenieri -San Quirico d’Orcia - Pienza
Die Crete Senesi
ist eine durch Erosion geprägte Landschaft.
Innerhalb der Crete bei Asciano liegt die Accona-Wüste, in der sich
das Olivetaner-Mutterkloster Monte Oliveto Maggiore
angesiedelt hat. Die Accona-Wüste
ist mit nur 600 mm Niederschlag im Jahr sehr regenarm. Durch Verwitterung
des Tons entstehen Furchen an den Südhängen,
die so genannten Calanchi. Typisch für die Crete Senesi sind
die Biancane, weiße, nur wenige Meter hohe Hügel mit schmalen
Furchen und ohne jede Vegetation.
Abendessen im Hotel.
3. Tag: Das Val
d'Orcia; 40 km, 500 Höhenmeter
Rundtour Pienza - Montepulciano - Monticchiello
- Pienza
Montepulciano liegt südöstlich von Siena
zwischen dem Val di Chiana und dem Val d'Orcis.
Lage und Bau der Stadt sind außerordentlich reizvoll und pittoresk.
Die Stadt liegt auf der Kuppe eines rund 600 m hohen Hügels und
ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Böden, Lagen und
Klima
der Gegend begünstigen den Weinbau, durch den der Ort bekannt geworden
ist. Der Rotwein hat einen „noblen“ Namen: Vino Nobile
di Montepulciano.
Die Winzer von Montepulciano machen den Unterschied in den Rebsorten,
in der Haltbarkeit und in der Qualität und orientieren sich dabei
an den toskanischen Nachbarn aus Montalcino.
16.30 Uhr Nach der Rundtour Abholdienst
vom Hotel in Pienza und fahrt nach Bagni San Filippo für ein erholsames
Thermalbad. Das offene Bad wurde in ruhiger Lage in der Nähe der Kalkstein-Ablagerungen
des “Fosso Bianco” eingerichtet. Das große Becken ist
in leichter Schräge angelegt und wird auch von heißen Wasserfällen
gespeist, unter denen man entspannende natürliche Hydro-Massage genießen
kann. Die opalisierenden Wasser und die Dämpfe, die während der kühleren
Jahreszeiten aufsteigen, verwandeln dieses Ambiente in einen magischen
Ort.
18.00 Uhr Fahrt zum Hotel am Monte Amiata.
19.30 Abendessen im Restaurant des Hotels mit Claudia, Giorgio
und Alessia und toskanischen Gerichten.
4. Tag: Auf
den Spuren der Etrusker; 50 km, 800 Höhenmeter
Macinaie - Sorano - Pitigliano
Die heutige Radtour führt nach Sorano. Von der
etruskischen Grabstätte aus dem 4. Jh. v. Chr. erreichen Sie
nach einem eindrucksvollen Spaziergang durch die Höhlenwege der
Etrusker das Dorf. Hier können Sie beobachten, wie die
faszinierende Architektur der Häuser und der Burg eine
harmonische Einheit bildet.
Es geht weiter nach Pitigliano. Die Stadt liegt im ursprünglich etruskischen
Stammland und ist auf einen ca. 300m hoch gelegenen Tuffsteinfelsen
gebaut. Der Tuff ist auch das hier übliche Baumaterial, das in Ziegelform
aus dem Fels geschnitten wird. Pitigliano ist von den tiefen Schluchten
der Bäche Lente und Meleta umflossen, die sich im Lauf der Zeit in
das Plateau geschnitten haben. Zusätzlich zu den natürlichen Canyons
finden sich rund um die Stadt viele so genannte "Vie Cave",
Wegsysteme der Etrusker, die in den Tuffstein gegraben wurden, um
auf die der Stadt gegenüber liegenden Talseiten zu gelangen.
Das beeindruckende Aquädukt
wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts begonnen, aber erst im darauf
folgenden unter den Medici vollendet.
15.00 Uhr Abholdienst mit dem Taxi und Fahrt
nach Piancastagnaio. Besichtigung einer Oliven-Steinmühle und Verkostung
des Olivenöls. Die mächtige Abtei von San Salvatore wurde um 750 von
dem adeligen Langobarden Erfo gegründet. Bis zum XI . Jahrhundert
wurde die Abtei die wichtigste in der Toskana und setzte sich als
angesehenes religiöses Zentrum durch. Die Mönche der Abtei, von den
Benediktinern bis zu den Zisterziensern überlieferten die Olivenkultur
bis heute. Die wichtigste Olivensorte heißt “Olivastra Seggianese”.
Man zählt mehr als 400.000 Olivenbäume auf ungefähr 2500 Hektar,
bewirtschaftet von 2700 Familienunternehmen. Das Gebiet und die Oliven-Öl-Produktion
ist durch den D.O.P. (Bestätigung der Qualität) zertifiziert.
17.00 Fahrt zum Hotel am Monte Amiata
19.30 Abendessen im Hotel
5. Tag: Die
Weinstraße des "Brunello di Montalcino";
50 km, 700 Höhenmeter
Macinaie - Seggiano - Sant' Antimo -
Montalcino
Fahrt mit dem Rad Richtung Sant’Antimo. Die Abtei wurde
von Benediktinern bereits im 8. Jahrhundert gegründet – der
Legende nach auf Initiative von Karl dem großen aus Dank vor der
Errettung von der Pest – und in den folgenden Jahrhunderten
stetig erweitert. 1118 wurde mit dem Bau der jetzigen Kirche
begonnen.
Einst wurde die Stadt von Wachposten auf 19 Türmen ("capotredici"
genannt) und an 6 Stadttoren ("capodieci" genannt) bewacht, um
vor Angriffen seitens des Papststaates und der Florentiner zu
schützen. Die Festungsanlage mit fünfeckigem Grandriss ist
mächtig und uneinnehmbar. Die Wìnzergenossenschaft des Brunello
und Rosso di Montalcino und das Institut für Weinbau haben im
Palazzo Comunale ihren Sitz.
16.15 Fahrt zum Weingut Poggio
Antico. Weinkeller Besichtigung und Brunello di Montalcino
Weinverkostung.
18.30
Rückfahrt zum Hotel und Abendessen.
6. Tag: Nach dem
Frühstück Abreise